Kreisjägerschaft
Siegerland-Wittgenstein e.V.

im Landesjagdverband
Nordrhein-Westfalen e.V.
 
Angezeigte Seite: Wir über uns

Bemühen um eine
gesunde Ökologie

Der Kreis Siegen-Wittgenstein liegt im Grenzgebiet zwischen Rothaargebirge und Westerwald und führt eine lange Grenze zu Hessen und Rheinland-Pfalz.
Es handelt sich um die vermutlich älteste Region in Mitteleuropa, in der Eisenerz verhüttet wurde.
Dies führte zur Entstehung der bundesweit einzigartigen Haubergwirtschaft (Niederwaldbewirtschaftung), die alle 20 Jahre abgeholzt und neues Holz für die Kohlenmeiler lieferte.
Diese Niederwälder boten dem Wild neben allgemeiner Äsung und Schutz im Winter, reiche Knospenäsung.
Auch alle drei Rauhfußhühnerarten Auer-, Birk- und Haselwild waren im Kreisgebiet zahlreich vorhanden.
Um die Jahrhundertwende kam die Ruhrkohle ins Siegerland, gleichzeitig wurde die Lohgerbung durch chemische Verfahren ersetzt, die Hauberge verschwanden, die Fichte kam.
Das Wittgensteiner Land war bis zum Ende des 2. Weltkrieges von der Land- und Forstwirtschaft geprägt. Die großen Fürsten-Wittgensteinschen Waldgebiete waren und sind dominierend für Landschaft und Jagd.

Gute bis sehr gute Schalenwildvorkommen sind im ganzen Kreis vorhanden, nicht zuletzt dank der Hege unserer Jägerschaft.

Verschwunden sind nach 1945 Auer- und Birkwild. Nur noch kleine Restpopulationen von Haselhühnern finden sich - als einzige in NRW in den Bereichen des südlichen Siegerlandes. Jägerschaft, Vogelschützer, das Land NRW, Forstverwaltung und Waldbesitzer bemühen sich um ihren Erhalt.

Hauptanliegen der Jägerschaft ist es, mit anderen Verbänden und den Forstverwaltungen eine gesunde Ökologie zu schaffen. Naturschutzmaßnahmen der Hegeringe und der AG "Biotophege" halten die wenigen Freiflächen in Wald und Flur offen. Streuobstwiesen, Wacholderheiden, Halden, alte Gruben, Stollen, Pingen und Feuchtbiotope mit ihren besonderen Lebensgemeinschaften sind sorgfältig zu betreuen.
Auf diesem Gebiet wurden bemerkenswerte Erfolge erzielt. Hegeringe und Obleute bringen "Lernort Natur" und "Rollende Waldschulen" in die Schulen und wecken und stärken so das Naturbewusstsein bei jung und alt.
Der alljährliche Hundeführerlehrgang mit Brauchbarkeitsprüfung ist ein Beweis für das intakte Vereinsleben.

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