Kreisjägerschaft
Siegerland-Wittgenstein e.V.

im Landesjagdverband
Nordrhein-Westfalen e.V.
 
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Die Kreisjägerschaft

Die Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein e.V. im Landesjagdverband Nordrhein-Westfalen
ist ein Zusammenschluss der beiden ehemaligen Kreisgruppen Siegen und Wittgenstein. Die ehemalige Kreisgruppe Siegen wurde 1948 in Hilchenbach neu gegründet, nachdem die bis 1945 bestehende Kreisgruppe Siegen des "Reichsbundes Deutscher Jäger" nach Kriegsende durch die Besatzungsmacht aufgelöst wurde.
Verdiente Gründungsmitglieder waren Artur Weiß, Hubert Groos, Fritz Sorg, Alexander Nolting, Helmut Feldmann, Karl Winter, Otto Belz und Willi Beel.

 

Die satzungsgemäßen wichtigen Aufgaben sind die Erhaltung der freilebenden Tierwelt unter Wahrung der Landeskultur (Artenschutz), die Pflege und Sicherung der Lebensräume wildlebender Tiere (Biotopschutz), die Förderung des Jagdschutzes, des Tierschutzes, des Naturschutzes und der Landschaftspflege. Ferner die Förderung des Jagdgebrauchshundewesens, des jagdlichen Schießens sowie des Brauchtums.


Die bis zur Auflösung im April 2007 installierten Arbeitsgemeinschaften der beiden Altkreise als Unterorganisationen der KJS sollten in erster Linie der besseren Kontaktpflege der KJS zur Basis der Hegeringe dienen.
Mittlerweile sind jedoch die beiden Altkreise derart zusammengewachsen, dass man sich als "eine Jägerschaft" sieht. Die Auflösung der beiden AGs per Satzungsänderung wurde mit anhaltendem Applaus auf der Jahreshauptversammlung am 28.04.2007 von allen anwesenden Jägern in der Festhalle Nenkersdorf als historischer Meilenstein begrüsst.

Zwölf Bläsergruppen und eine Schießgruppe verdeutlichen die Lebendigkeit der KJS.

Für bessere und fortschrittlichere Hegemaßnahmen sorgen je zwei Hegegemeinschaften für Rotwild, Schwarzwild, Muffelwild und eine für Damwild.

Ferner gibt es im Bereich der Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein vier anerkannte Schweißhundstationen.
Die bejagbare Fläche des Kreises Siegen-Wittgenstein beträgt ca. 90.000 Hektar, eingeteilt in 250 Jagdreviere.

Nach der Gebietsreform NRW und dem Vollzug des "Siegerland-Gesetzes" mussten auch die beiden Altkreise Siegen und Wittgenstein zusammengeführt werden. Dieses war bei einer bodenständigen und traditionsbewussten Bevölkerung nicht emotionsfrei.
Auch die beiden Kreisjägerschaften taten sich schwer. Eine Zusammenführung war aufgrund ihrer offiziellen Aufgaben, wie Prüfungskommission zur Jägerprüfung, Mitwirkung im Jagdbeirat, Vertretung im Landschaftsbeirat und Gestellung eines Kreisjagdberaters für die "Untere Jagdbehörde" unbedingt notwendig.
Nach nicht gerade schmerzfreien Geburtswehen folgte doch eine fruchtbare und verständnisvolle Zusammenarbeit.
Gegenseitige Achtung und Freundschaft haben Wittgensteiner und Siegerländer Jäger zusammengeschweißt.

Dieses wird auch an unserem Emblem deutlich gezeigt. Es wurde vom Vorstand der Kreisjägerschaft angeregt und beschlossen. Herr Karl Zoll hat es dann entworfen und entwickelt. Dieses Wappen zeigt für den Altkreis Wittgenstein "ein weißes Feld mit zwei schwarzen Balken"; für den Altkreis Siegen "Knipp und Bergmannslampe" (Hogge). Diese Attribute sind Hinweise auf die alten Wappen der beiden Altkreise. Die Politiker unseres Kreises sind heute, nach fast 25 Jahren, erst bereit ein von beiden Volksgruppen akzeptiertes Kreiswappen vorzustellen.

Derzeit gehört die Kreisgruppe mit über 1.600 Mitgliedern zu den größten Kreisgruppen in Deutschland.


125 Jahre organisierte deutsche Jägerschaft

Im März des Jahres 1875 wurde in Dresden der "Allgemeine Deutsche Jagdschutzverein" (ADJV) gegründet. Er bestand äußerst erfolgreich, tatkräftig und europaweit geachtet bis 1934. In dieser Zeit legte der in fast 60 Jahren die Grundsteine für jegliche Hege, Naturschutz, Tierschutz und Waidgerechtigkeit. Aus gegebener politischer Veranlassung wurde behördlicherseits unsere Vereinigung aufgelöst und von "Amtswegen" der neue Verein "Reichsbund Deutscher Jäger" ausgerufen.


1931, also noch zur Zeit des ADJV, wurde von den Jägern der Entwurf eines neuen deutschen Jagdgesetzes erarbeitet. Der Inhalt, mit Forderungen nach notwendigen Verordnungen und Vorschriften zu Gunsten des Tierschutzes, des Naturschutzes, der Jagdethik und der Waidgerechtigkeit, wurde von den Vorständen des ganzen Landes verabschiedet und beschlossen. Nur die damalige Reichsregierung ließ wegen vieler anderer Probleme diesen Gesetzentwurf liegen.

Der Regierungswechsel in Berlin 1933 mischte unsere Karten neu. Im Januar 1934 trat das mit unseren Forderungen fast identische "Preußische Jagdgesetz" in Kraft, und der Jagdfunktionär Scherping schuf dann unter "Nutzung" des Reichsjägermeisters Göring - das für das ganze Deutsche Reich angepasste Reichsjagdgesetz.
Exakt die Wiedergabe des Gedankengutes der Jägerei vor der Machtübernahme der NSDAP. Dieses Gesetz wurde zwar unter der Herrschaft des "Dritten Reiches" erlassen, war aber vom Geist und Inhalt her kein Werk der damaligen Administration, wenn dieses auch heute von böswilligen und falsch unterrichteten Verleumdern behauptet wird.
Wie aus einer Veröffentlichung der Siegener Zeitung vom Dezember 1934 hervorgeht, wurde auch eine Neuorganisation der bewährten alten Jägerschaft im ADJV Siegerland betrieben.

 

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