Kreisjägerschaft
Siegerland-Wittgenstein e.V.

im Landesjagdverband
Nordrhein-Westfalen e.V.
 
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Jagdliches Schießen

Auf dem Schießstand Röspe kann mittwochs und samstags geschossen werden. Termine und Infos

 


Trichinenproben für Frischline kostenfrei

8. August 2017| Im Rahmen eines Pilotprojektes übernimmt das NRW-Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MULNV) einen Großteil der Kosten für die Trichinenschau bei Frischlingen. Dass teilte soeben der Landesjagdverband mit. Der hatte sich bereits in Gesprächen mit dem zuständigen Ministerium wiederholt und vehement für eine landesweite Abschaffung, jedenfalls aber Senkung, der Untersuchungsgebühren für gestreifte Frischlinge eingesetzt.

Danach werden nur Kosten für Proben an Frischlingen erstattet. Frischlinge in diesem Sinne sind Wildschweine, welche zum Zeitpunkt der Erlegung ein Körpergewicht von maximal 20 kg aufweisen. Das Gewicht der beprobten Wildschweine ist durch eine geeignete Unterlage (Kopie des Wildursprungsschein) nachzuweisen. Es werden nur Kosten für Proben berücksichtigt, bei denen das Erlegungsdatum des beprobten Frischlings nach dem 11.08.2017 liegt.

Dies ist eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen gegen die afrikanische Schweinepest (ASP), die auch über die Wildschweinpopulation eingeschleppt und verbreitet werden kann.

Bei Rückfragen gibt das das Siegener Kreisveterinäramt Auskunft.


Die Jägerschaft trauert um Kurt Moll

Ehrenvorsitzender verstarb mit mit 88 Jahren

14. August 2017 | Die Jäger in Siegerland und Wittgenstein trauern um Kurt Moll. Der Oberdielfener starb am vergangenen Samstag (12. August 2017) im Alter von 88 Jahren. Kurt Moll war Berufsjäger und Naturfreund, als Ausbilder vermittelte er mehreren hundert Frauen und Männern sein großes Wissen um die Natur und das Wild und führte sie zum Jagdschein. Sein Engagement für den Naturschutz und seine Mitarbeit im Beirat der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Siegen-Wittgenstein würdigte die Bundesrepublik Deutschland mit der Verleihung des Verdienstkreuzes am Bande

  Kurt Moll *23.03.1929 - † 12.08.2017

Die Kreisjägerschaft verliert mit Kurt Moll ein engagiertes Mitglied, ein Bindeglied zu Politik und Naturschutz, einen großen Sachkenner für Wild, Wald und Umwelt und viele darunter einen persönlichen Freund und Weggefährten. Kurt Moll war Ehrenvorsitzender der Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein, der er 1949 beigetreten war und die er von 1987 bis 1999 als Vorsitzender führte.

Seinen ersten Jagdschein (Jugendjagdschein) erwarb Kurt Moll im letzten Kriegsjahr 1944. Die Aktivitäten als Jungjäger im nördlichen Siegerland endeten mit dem Kriegsende und der Abgabe der seines Gewehrs an die alliierte Kommandatur. Nach der Mittleren Reife an der Amtsmittelschule in Kreuztal begann Kurt Moll eine Lehre beim Forstamt, die er 1950 als Waldfacharbeiter (heute Forstwirt) abschloss. 1950 erhielt er auch wieder einen deutschen Jagdschein und eine Waffe und konnte die Jagd unter den strengen Regeln der Besatzungsmacht ausüben. 

Im selben Jahr wechselte er vom Forstamt und wurde hauptamtlicher Jagdaufseher und Verwalter des Jagdhauses bei der Boschgotthardshütte in Weidenau. 1960 legte er am Institut für Jagdkunde in Hannoversch-Münden die Prüfung zum Berufsjäger ab. Zu seiner Tätigkeit gehörte nicht nur die Aufsicht über die Siegerländer Reviere seines Jagdherren, sondern auch große Jagdreviere in Rheinhessen. In die Zeit seiner beruflichen jagdlichen Arbeit fiel die Umwandlung vieler heimischer Wälder von Laub- und Niederwald zu Fichten-Monokulturen. Damit verbunden war das Aussterben des Birkwildes, des Rebhuhns, das Schrumpfen der Bestände von Bodenbrütern und Greifvögeln oder die zeitweilige Ausrottung des Dachses durch die staatlich betriebene Bau-Begasung sowie viele weitere Veränderungen der heimischen Waldlandschaften und ihrer Tierwelt. 

Mit Freude beobachtete er deshalb das Umdenken der Waldwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten und die Rückkehr verschollen geglaubter Tierarten wie dem Schwarzstorch, dem Kolkraben, der Wildkatze und dem Luchs

Sein profundes Wissen nutzte der inzwischen in Oberdielfen lebende verheiratete Vater von drei Kindern von den 70er bis in die 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts im Beirat der Unteren Landschaftsbehörde. Seine geradlinige und offene Art machte ihn im politischen Raum zu einen beachteten Sachkenner, dessen Meinung bis auf nordrhein-wesfälische Minister-Ebene gefragt und gehört wurde. Gern erzählte Kurt Moll von seinen Kontakten zu den Vertretern der heimischen Naturschutzbewegung oder den Grünen bis hin zur damaligen NRW-Umweltministerin Bärbel Höhn. 51 Jahre lang wirkte Kurt Moll bei der Ausbildung von Jungjägern mit, zuletzt in der Jagdschule Siegerland bis 2017.

Moll ermunterte seine Jagdschüler zum engagierten und offenen Dialog mit Jagdkritikern, blieb dabei in der Sache stets verbindlich: „Flächendeckender Naturschutz in einer Kulturlandschaft ist ohne Jagd nicht denkbar“. Es sei für ihn eine große Genugtuung, dass in der Gesellschaft eingesehen werde, „dass die Jägerschaft durch Leistungen im Naturschutz ein bedeutender Mitstreiter ist“.


Zitate

Entnommen aus Kurt Molls Buch „Von Haubergshasen und Rothaarhirschen - Erinnerungen und Gedanken über die Jagd in Siegerland und Wittgenstein“ (Verlag Wielandschmiede Kreuztal)

„Die Einteilung der Menschen in Naturnutzer und Naturschützer ist genauso falsch, wie andere Wesen aus Fauna und Flora als Schädlinge und Nützlinge anzusehen. Dieser Irrtum entspricht nicht den ökologischen Tatsachen. Jeder Mensch ist Nutzer der Natur.“

„Maßhalten heißt für den Jäger, darauf zu achten, welche Zeichen die Natur setzt und Wildtiere darauf reagieren. Dieses gilt aber auch für die gesamte Menschheit. Je mehr sie die Umwelt belastet oder teilweise zerstört, vernichtet sie auch Lebensgrundlagen ihrer Mitgeschöpfe, in Fauna wie in Flora. Hier muss der Jäger seinen Sachverstand einsetzen, um ausgleichend zu helfen“

„Flächendeckender Naturschutz in einer Kulturlandschaft ist ohne Jagd nicht denkbar. Die hegenden und jagenden Menschen als Naturschützer auszuschließen, weil er Wildtiere auch tötet und nutzt, wäre ebenso falsch, wie den Waldarbeiter, der Holz einschlägt, für das Waldsterben verantwortlich zu machen“.

Ein  Funktionär der Naturschützer sagte anlässlich einer Laudatio, dass sie viel von den Jägern gelernt hätten, diese aber auch lernwillig gewesen seien. Ein Erfolgsrezept, welches der Natur und damit dem Wild geholfen hat“.

 


 

 

Aufhebung der Schonzeit für Überläuferkeiler und Überläuferbachen

18. Juli 2017 | Die untere Jagdbehörde beim Kreis Siegen-Wittgenstein hat eine bis Ende März 2018 befristete Schonzeitaufhebung für Überläufer veröffentlicht. Der Text:

"Aufgrund günstiger Lebensbedingungen sind die Schwarzwildbestände auf einem sehr hohen Niveau und müssen zur Verminderung von Wildschäden und des Risikos einer Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) kurzfristig reduziert werden.
Mit Verweis auf den Erlass des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes
Nordrhein-Westfalen „Reduzierung der überhöhten Schwarzwildbestände und zur Absenkung des Risikos einer Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)" (Az.: III-6-71-20-00.21) vom 17. Juli 2017 wird daher die in § 1 Abs. 1 Nr. 5
Landesjagdzeitenverordnung Nordrhein-Westfalen vom 28.05.2015 (CV. NW.S.468) festgelegte Schonzeit für Überläuferkeiler und Überläuferbachen hiermit gemäß § 22 Abs. 1 Bundesjagdgesetz vom 29.09.1976 (BGBL I S. 2849 — BJG), in Verbindung mit § 24 Abs. 2 Landesjagdgesetz Nordrhein-Westfalen (LJG-NRW) — jeweils in der zurzeit geltenden Fassung — mit sofortiger Wirkung bis zum 31.03.2018 aufgehoben.
Führende Überläuferbachen sind aus Tierschutzgründen ausdrücklich von der Schonzeitaufhebung ausgenommen."

BG90/SPD-Niederlage

"Auch das Jagdgesetz abgewählt"

15. Mai 2017 | "Mit der bisherigen Landesregierung ist auch das Landesjagdgesetz abgewählt worden." Mit dieser Feststellung kommentierte der Landesjagdverband das Ergebnis der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Der Vorsitzend der Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein, Heinz-Hartmut Müller, stellte dazu heute im WDR-Interview fest: "Ich kann mein Glück noch gar nicht fassen". Minister Johannes Remmel habe mit seinem so genannten "ökologischen Jagdgesetz" Jagd und Wild keinen Gefallen getan.

Die Wahlgewinner haben sich vor der Wahl klar positioniert, dieses von Anfang an gegen die Hauptgetroffenen gerichtete und missratene Gesetz aufzuheben und von Grund auf zu korrigieren. Dies ist unter Führung des künftigen Ministerpräsidenten Armin Laschet rasch möglich, da dafür von den Wahlgewinnern bereits konkrete Positionen erarbeitet worden sind, wie LJV-Landespressesprecher Andreas Schneider schreibt. Jetzt müsse die Chance entschlossen genutzt werden, Schluss zu machen mit einer bevormundenden Politik gegen Land und Leute: Die Forderungen des Landesjagdverbandes sind mit der von der abgewählten Landtagsmehrheit abgewiesenen „Volksinitiative für ein ideologiefreies, praxisgerechtes Jagdrecht in NRW“ bereits benannt:
• Ausdehnung der Hegepflicht und des Aneignungsrechtes durch Wiederherstellung des jagdrechtlichen Tierartenkatalogs auf alle heimischen Tierarten im Sinne von § 2 Abs. 1 BJG
• Angemessene Jagdzeiten auf nicht im Bestand bedrohte Wildarten
• Erleichterung von Schonzeitaufhebungen zur Vermeidung übermäßiger Wildschäden
• Sicherstellung einer flächendeckenden Bejagungsmöglichkeit, Jagdbeschränkungen und Jagdverbote (auch in Schutzgebieten) müssen die Ausnahme bleiben
• Stärkung des Jagdschutzes
• Verbesserung des Wildschutzes und des Schutzes von Bodenbrütern durch praxisgerechte Regelungen zur Fang- und Baujagd sowie zur Prädatorenbejagung
• Wiedereinführung praxis- und tierschutzgerechter Regelungen zum Füttern und Kirren von Wild
• Tierschutzgerechte Regelungen zur Ausbildung von Jagdhunden, die sich am Einsatz der Hunde in der Jagdpraxis orientieren
• Wirksamer rechtlicher Schutz aller jagdlichen Einrichtungen vor widerrechtlicher Benutzung und vor Beschädigung
• Stärkung der an demokratischen Grundsätzen ausgerichteten Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte der Jagdrechtsinhaber und Jäger bei jagdbehördlichen Entscheidungen
• Unverzügliche Abschaffung der Jagdabgabepflicht für alle Jagdscheininhaber
• Strikte Trennung der Rechtskreise Jagdrecht und Naturschutzrecht, unter anderem durch Aufnahme einer umfassenden Unberührtheitsklausel im Landesnaturschutzgesetz


 

Hier die aktuellen Nachrichten aus dem Landesjagdverband

Schießstand eingeweiht


Schießstand Röspe wird eingeweiht

Die Kreisjägerschaft weiht am 12. Mai den 2016 fast vollständig neugebauten Schießstand in Röspe ein. 

 


Jagd als Wahlkampfthema in NRW

Netphen, 25. März 2017 | Mit einem deutlichen Appell wandte sich Andreas Schneider an die Jägerschaft: „Gehen Sie hin, der ganze ländliche Raum soll wählen gehen!“ Schneider ist Pressesprecher des Landesjagdverbandes, wohnt in Netphen-Salchendorf und er richtete seine Worte an den Hegering Netphen, der in seinem Heimatort Salchendorf im vollen Saal des Gasthofs Johannland tagte.

Bei der Hegerings-Versammlung machte Andreas Schneider deutlich, dass das von der grünroten Landesmehrheit 2015 verabschiedete neue Jagdrecht „für uns noch lange nicht erledigt ist“: „Das Landesjagdgesetz ist ein Thema für den Wahlkampf geworden“. Der Leiter des Referats für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Landesjagdverband in Dortmund schilderte die Situation wenige Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Nach der Volksinitiative, in dem mehrere Verbände aus verschiedenen naturnahen Bereichen die Landespolitik zur erneuten Behandlung des Jagdrechts gezwungen hatte, gebe es Signale, dass es nach der Wahl Möglichkeiten zur Änderung des Gesetzes gebe. „Wir treiben die Politik vor uns her“, beschrieb Schneider die Lage. Selbst der Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90) habe eingestanden, in dem neuen Gesetz in Sachen Schwarzwildbejagung „nicht den Königsweg gefunden“ zu haben.

Die Jägerschaft werde natürlich keine Wahlempfehlung für den Termin am 14. Mai geben. Der Salchendorfer LJV-Referatsleiter appellierte aber – wie schon Anfang Februar der LJV-Landespräsident Müller-Schallenberg - an die Jägerinnen und Jäger, eine „koalitionsfähige Partei“ zu wählen. Andreas Schneider fügte hinzu, dass es nicht vernünftig sei, Parteien „an den Rändern“ des Spektrums zu wählen. Siehe auch


 

Wildschwein im Friseurladen erschossen

Irrläufer am Samstagnachmittag in der Siegener Innenstadt

28. Januar 2917 | Der Wald ist sicherer als die Siegener Innenstadt, auf jeden Fall für ein Wildschwein: Um 16.12 Uhr klingelten bei der Polizei die Telefone im Minutentakt. Anrufer meldeten ein Wildschwein, das orientierungslos durch die Siegener Innenstadt lief. Streifenbeamte bestätigten vor Ort den Irrläufer und blieben dran. Im Bereich Koblenzer Str./Obergraben, der zu dieser Uhrzeit durch Fußgänger und Fahrzeugverkehr stark belebt war, sprang das Tier durch die Glasscheibe einer Eingangstür eines Friseurgeschäfts. Das Geschäft hatte zu diesem Zeitpunkt schon geschlossen, es befanden sich keine Personen darin. Das Wildschwein versteckte sich in den hinteren Räumen. Die Polizei meldete anschließend: "Das Geschäft wurde mit einem Streifenwagen verbarrikadiert. Es bestand die Gefahr, dass das offenbar verletzte Tier bei einer weiteren Flucht Menschen verletzt hätte. Der alarmierte Jagdausübungsberechtigte erlegte das Tier in dem Geschäft mit zwei Schüssen. Es wurde bei dem Vorfall niemand verletzt."


Schonzeit für Überläufer aufgehoben

13.12.2016 | Die Untere Jagdbehörde hat heute die Schonzeit für Überläuferbachen und Überläuferkeiler bis zum 28. Februar 2017 aufgehoben. Hier die Verfügung


 


Auf dem Schießstand Röspe kann mittwochs und samstags geschossen werden. Termine und Infos


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